Modul 9 – Soziologie des Risikos und der Vulnerabilität – Leiden in der Pandemie

Ziel, Aufgabenstellung

Im Rahmen dieses Moduls erarbeiten wir uns Grundlagenwissen der sozialwissenschaftlichen Risiko- und Vulnerabilitätsforschung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wer leidet unter der Pandemie besonders – in Deutschland und international, aktuell, mittel- und langfristig? Wir fragen am Beispiel der Pandemie, warum Menschen Risiken und Gefahren unterschiedlich wahrnehmen und wieso sie unterschiedlich von Krisen und Katastrophen betroffen sind, wir betrachten, wie Risiken und Gefahren wissenschaftlich und politisch beurteilt werden und diskutieren, ob im lokalen wie im globalen eine einheitliche Bewertung von Risiken möglich ist und jeweils, inwieweit diese Risikobewertungen den verschiedenen Verletzlichkeiten (Vulnerabilitäten) gerecht werden. Wie gehen wir mit einer schweren globalen Pandemie um, wenn doch Wahrscheinlichkeiten und damit verbundene Risiken ganz unterschiedlich wahrgenommen, bewertet und in Handlungsvorschläge umgesetzt werden? Wir betrachten dazu Zugänge und Befunde unterschiedlicher Disziplinen wie insbesondere der Psychologie und der Soziologie, Sie wenden diese Analyse dann auf aktuelle empirische Beobachtungen an.

Methode(n) und Techniken

  • Input Voss und Mitarbeiter*innen der KFS
  • Recherche in der aktuellen Berichterstattung zu Risiken und Vulnerabilitäten in der Pandemie
  • Referate (life), Whiteboardvorträge oder Screencasts
  • Ggf. auch hierzu ein Wiki oder ein Mindmap

Arbeiten

  • Referate (life), Whiteboardvorträge oder Screencasts zu Grundlagenthemen (z.B. Risikogesellschaft, Risikowahrnehmung, Risikokommunikation, Vulnerabilität, Risikorealismus und –konstruktivismus, kulturelles Paradigma, psychometrisches Paradigma) und Anwendung der Grundlagen auf empirische Beobachtungen

Formales

  • Angestrebt ist die Veröffentlichung der Whiteboardvorträge und Screencasts. Ihnen steht selbstverständlich frei, ob Sie dieser Veröffentlichung zustimmen (die Veröffentlichung sollte von Ihnen selbst vorgenommen werden, dazu später mehr). Wenn Sie diese Veröffentlichung nicht wünschen, bitte ich Sie, dies bei der vorbereiteten Abfrage zu vermerken, das macht es uns leichter, einen Überblick zu behalten. Grundsätzlich gilt aber: Nur wenn Sie ausdrücklich der Veröffentlichung zustimmen, darf das Video veröffentlicht werden
  • Bitte achten Sie bei der Erstellung des Screencasts grundsätzlich darauf, dass Sie alle Rechtsfragen bedenken: Nur frei verwendbare Quellen und Bild- oder Tonmaterialien, Einverständniserklärung der interviewten Person zur Verwendung des Videos, saubere Benennung aller Quellen etc.

Termine

  • Eröffnungssitzung am Mittwoch, 06. Mai um 10h (Einführung & Themenvergabe)
  • Folgesitzung am Mittwoch, 27. Mai um 10h (Rückfragen zu den vergebenen Themen)
  • Weitere Sitzungen: 10. Mai, 17. Mai, 24. Mai, jeweils um 10h
  • Weitere Sitzungen nach Absprache (in Abhängigkeit der Präsentationsformen und Teilnehmer*innenzahl) Mittwochs 10h
  • Modulabschlusssitzung am 08. Juli 2020 um 10h

Leistungsnachweisoptionen

  • Hausarbeit: Medienanalyse zu einem Thema, das sich über Wochen durch die Berichterstattung zog (Medienübergreifend oder auf ein Medium bezogen)
  • Alternativ: Ein voll ausgearbeitetes, technisch und inhaltlich anspruchsvoll aufbereitetes und zur Veröffentlichung auch nach den formalen Kriterien aufbereitetes Screencast zu einem der medialen Topoi
    • Die Kriterien für das Screencast als Hausarbeit werde ich noch konkretisieren!